ZUR CHRONIK DES VEREINS
In einem ehemaligen Wahllokal, wo einst die Nationale Front ihre Büros hatte, werden heute ältere Menschen betreut. Kurz nach der Wende, im Herbst 1989 hat Karin Ehrlich die Räume in der Dunckerstrasse besetzt. "Die Senioren haben damals Wache geschoben. Eine Dame wohnte genau gegenüber. Sie hat am Fenster aufgepaßt, daß niemand etwas klaut." Im Januar 1990: offizieller Einzug in die Räume, die Karin Ehrlich gemeinsam mit den Senioren Schritt für Schritt eingerichtet hat. "Wir waren alle zusammen zum Probesitzen in den Möbelmärkten." Sie haben sich gemeinsam entschieden, keine Gardinen aufzuhängen.
  • Der Verein "Miteinander-Füreinander, Selbsthilfebegegnungsstätten e.V." wurde am 5. Oktober 1990 gegründet.
  • Am 31.01.1991 öffnete die "Herbstlaube - Begegnungsstätte für ältere Menschen" ihre Türen.
  • 1992 nahm der "Fuchsbau - Ein kreatives Zentrum und eine Werkstatt für Junggebliebene" seine Arbeit auf.
  • 1994 folgte der "Familienhof - ein Bürgertreff im Grünen".
  • 1996 wurde das "Kuckucksnest" eröffnet, Informationsbüro, Galerie und Heimkino für Jedermann.
  • Seit 2003 ist die Dauerausstellung "Zimmermeister Brunzel baut ein Mietshaus - Bauen und Wohnen in Prenzlauer Berg um 1900" zu besichtigen.
  • 2005 kam die "NachbarSCHATZsuche" hinzu, ein sozial engagierter Aktionsraum.


Karin Ehrlich und ihre Mitarbeiter sorgen sich um Vorruheständler und Rentner, die tagsüber in den Seniorentreff kommen und die Angebote nutzen. Eigenständigkeit, aktive Selbstbestimmung und das Recht auf Lebensfreude sind hier wichtig. Der "Miteinander-Füreinander Selbsthilfebegegnungsstätten e.V.", dessen gemeinnütziger Tätigkeitsbereich sich im Kiez rund um den Helmholtzplatz verdichtet, sucht mit vielfältigen Hilfsangeboten, kulturellen Veranstaltungen und generationsoffenen Projekten zur qualitativen Lebensverbesserung von sozial benachteiligten und mit Handicaps belasteten Menschen beizutragen. Selbstbestimmung, kreative Entfaltung und die Festigung der sozialen Kiezstruktur gehören zu den maßgeblichen Anliegen des Vereins. Dabei spielt auch die synergetische Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Partnerprojekten, dem ehemaligen Quartiersmanagement Helmholtzplatz, den Fachbereichen im Bezirksamt und dem Arbeitsamt eine bedeutende Rolle.

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